Schweden 2026 - Fazit

Wir sind wieder gut in Damp angekommen. 


Für Flocke und mich sind damit 6 Wochen Segeltörn mit insgesamt 1040 nm vorbei. 


Es war toll, es war spannend, es war entspannend, es war teilweise anstrengend. 


Mit allen drei Crews hat es super geklappt. 


Herzlichen Dank hierfür an alle Mitsegler, d.h. an Wilfried und Joachim R. auf der 1. Etappe von Damp nach Söderköping,

an Monika, Nico, Sonja, Bianca und Sander auf der 2. Etappe von Söderköping nach Göteborg

und an Anton, Nicole und Joachim O. auf der 3. Etappe von Göteborg zurück nach Damp. 


Danke auch an Flocke, die das Ganze sehr gut mitgemacht hat.

1. Etappe von Damp nach Söderköping

Mit Joachim R., Wilfried und Flocke ging es von Damp über Bagenkop, Gedser, Klintholm, Rønne, Sandhamn, Kalmar, Figeholm, Fyrudden und Mem nach Söderköping.


Skipper: Björn Strack

Crew: Joachim R., Wilfried B.  und Flocke

Revier: Ostsee und ein kleines Stück Göta kanal

Zurückgelegte Strecke: 472 nm (davon 207 nm unter Segel und 265 nm unter Motor)

2. Etappe von Söderköping nach Göteborg

Mit Monika, Sander, Bianca, Nico, Sonja und Flocke ging es von Söderköping auf dem Göta kanal in 5 Tagen nach Sjötorp.

Auf dem Vänern und auf dem Trollhätte kanal ging es weiter bis Göteborg.


Skipper: Björn Strack

Crew: Monika S., Sander S., Nico S., Bianca D., Sonja P. und Flocke

Revier: Göta kanal, Vänern und Trollhätte kanal

Zurückgelegte Strecke: 239 nm (davon 27 nm unter Segel und 212 nm unter Motor)


3. Etappe von Göteborg nach Damp

Mit Nicole, Joachim O. und Anton ging es von Göteborg über Osterby (Læsø), Anholt, Grenaa, Ballen (Samsø), Middelfart (Fyn), Dyvig (Als), Lyø und Søby (Ærø) nach Kappeln und zurück nach Damp.


Skipper: Björn Strack

Crew: Anton S., Nicole E., Joachim O. und Flocke

Revier: Ostsee

Zurückgelegte Strecke: 330 nm (davon 213 nm unter Segel und 117 nm unter Motor)

Die Yacht


Die X-482 VAGUS von 2002 von REAL Sailing segelt sich sehr gut, hat viel Platz im Salon und in den 3 Kabinen, insbesondere in der vorderen Kabine, aber man merkt der Yacht ihr Alter doch an.


Es gab einige technische Mängel, die beseitigt gehören:


  1. Windex zeigt keine Werte an
  2. Radar fehlt
  3. Epirb fehlt
  4. Warmwasser funktioniert nicht
  5. Generator liefert keinen Strom (LED bleibt aus)
  6. Water2 zeigt immer 502 l (voll)
  7. münzgroße Gelcoat-Abplatzung an Backbord ca. 1,5 m vorm Heck
  8. Lampe über Spülbecken geht nur sporadisch
  9. Dichtung von Backofen-Klappe hängt herunter
  10. im Steuerstand an Backbord lösen sich Paneele vom Teakboden (eingesammelte Teile im Cockpittisch)
  11. diverse Teakfugen sind defekt
  12. Teakdeck lose an mindestens zwei Fugen steuerbord bei Segellast
  13. im Unterschrank im vorderen Toilettenraum ist eine Schlauchschelle lose am Abfluss des Waschbeckens
  14. Bugstrahlruder zeigt beim Hochfahren keine Endlage oben an und lässt sich deshalb nicht wieder ausschalten. Aus- und wieder Einschalten am Schaltpanel behebt das Problem, denn danach wird nach dem erneuten Einschalten die Endlage oben angezeigt und das Bugstrahlruder lässt sich ausschalten.
  15. Elektrowinschen laufen teilweise nach, da die Schalter ziemlich verschlissen sind
  16. Motorhebel ist sehr schwergängig


Ansonsten war die Yacht gut ausgestattet, teilweise mit Zubehör, das nicht aufgelistet war, hierzu gehört:

  • ein Treppenfender
  • eine abnehmbare Bugleiter
  • ein Wasserkocher
  • eine zusätzliche Fock


Auch wenn die Yacht technisch nicht vollständig in Ordnung war, würde ich jederzeit wieder bei REAL Sailing  chartern.


Das gebuchte Dinghi haben wir nicht benutzt, es lag die ganze Zeit zusammengerollt an Deck.

Dank Wasserkocher haben wir pro Etappe nur eine Kartusche Gas verbraucht.

Persönliche Ausrüstung


Bewährt hat sich die von mir mitgebrachte 25 m lange Manöverleine. Diese war insbesondere beim Schleusen im Göta kanal und im Trollhätte kanal erforderlich und sehr nützlich. Für diesen Zweck hatte ich sie auch gekauft.


Auch der Schleusenhaken war im Trollhätte kanal im Einsatz.


Wir haben zwar zweimal an einer Heckboje gelegen, haben dabei aber nicht an den Bojenhaken gedacht, der in der Backskiste bereit lag und der deshalb nicht zum Einsatz kam.


Das von mir gekaufte Relingnetz ließ sich nicht befestigen, es ging aber auch ohne dieses Netz.

Flocke war im Cockpit angeleint während wir unterwegs waren.


Zufrieden war ich mit der Logbook Suite zum Erstellen eines digitalen Logbooks.

Das Addon BoardCash hat zwar Probleme gemacht. Hier hat aber der von mir kontaktierte Support von 2K-Yachting zeitnah geholfen.


Das Seekarten-Programm WinGPS Voyager hat sich ebenfalls bewährt.


Bewährt haben sich insbesondere auch die Seekarten in Papierform. Diese haben wir teilweise im Cockpit benutzt.

Auf den Seekarten hat man einen viel besseren Überblick als auf dem recht kleinen Ausschnitt des Plotters.